Marokko ist ein Land von einmaliger Schönheit. Die Landschaft ist sehr vielfältig, bestehendaus den grünen Gebirgszügen des Nordens, dem Rif-Gebirge, dem Flachland inZentralmarokko, des Mittleren, des Hohen und des Anti-Atlas, den Sandsträndenam Mittelmeer und am Atlantik und der Wüste im Süden. Die Kultur ist reich undvielfältig, bedingt durch das Zusammenleben von zwei verschiedenen Völkern, denArabern und den Berbern.Südmarokkobietet dem Besucher eine einmalig schöne Landschaft und eine sehr interessanteKultur. Da sind einmal die Gebirgszüge des Hohen Atlas mit den 3000 bis 4000 Meter hohenGipfeln, welche im Winter im Schnee liegen. Die Dörfer und Felder der Berbersind in Terrassen angelegt. Die Berber gelten als die Ureinwohner Nordafrikas.Kultur und Sprache sind von denjenigen der Araber sehr verschieden. Viele derDörfer im Hohen Atlas sind weit von der Zivilisation entfernt. Das täglicheLeben findet ohne Elektrizität und Telefon statt. Hier findet man noch echtesHandwerk, wobei sich meist ein ganzes Dorf auf eine bestimmte Tätigkeitspezialisiert hat. So gibt es das Dorf der Schmiede, das der Töpfer, das derOlivenpresser usw. Nach einerPassfahrt über den Hohen Atlas gelangt man ins "Vallée du Dadès", dasTal, das den Hohen Atlas vom Anti-Atlas trennt. Hier ändert sich die Landschaftschlagartig: Palmen und Oasen lassen einen wissen, dass die Sahara nicht mehrweit weg ist. Die Schneeberge des Hohen Atlas bilden einen bezauberndenHintergrund. Hier befindet sich "die Strasse der Kasbahs", die ihrenNamen von den zahlreichen Festungen und Burgen der Berber - den sogenannten"Kasbahs"- erhalten hat. Man glaubt sich mitten im Märchenland von1001 Nacht zu befinden. Die Berge des Antiatlas’ sind um die 2000 Meter hoch. DiesesGebiet wird von zwei Berberstämmen besiedelt, den Aït Atta und den Sahraouien. Währenddie Aït Atta mit den Berbern des übrigen Atlasgebirges verwandt sind, stammendie Sahraouien aus der Sahara, wo sie seit jeher als Nomaden lebten. Auch heutenoch sind die dunkelhäutigen und stets blaugekleideten Sahraouien mit Kamel undZelt unterwegs und folgen dem Wasser und Gras. Dringt man noch weiter gegenSüden, laufen die Gebirgszüge langsam aus, die Landschaft wird öde, derHorizont unendlich, die Sahara beginnt. Auf einem alten Wegweiser steht"nach Timbuktu 52 Tage". Eine Erinnerung an die Zeit der Karawanen. BezauberndeOasen mit vielen Palmen wechseln sich ab mit Steinwüste und Sanddünen.
|